ChinaShipping Europazentrale, Hamburg

Transportcontainer für die HafenCity.

Im Rahmen des neu konzipierten Quartiers „Am Sandtorkai“ ist südlich der Hamburger Innenstadt das eigenwillige achtstöckige Bürohochhaus für die chinesische Großreederei ChinaShipping entstanden. Die Architekten Bothe Richter Teherani haben damit direkt am Hamburger Elbufer einen weiteren städtebaulichen Akzent gesetzt und die Entstehung der HafenCity voran getrieben.

Das Quartier „Am Sandtorkai“ ist Teil des Städtebauprojektes, das der Revitalisierung des brachliegenden Hafenbeckens dient und Wohnen und Arbeiten verbindet. Entlang des Kais ist ein Ensemble von acht Bürogebäuden namhafter Architekten entstanden – das fünfte davon ist das Bürohochhaus für ChinaShipping. Alle acht Gebäude werden – genau aufeinander abgestimmt – auf einem gemeinsamen Sockelbauwerk errichtet, das im Sturmflutfall von Rettungsfahrzeugen und der Feuerwehr befahren werden kann. Der Sockel, der traditionelle Elemente wie Klinker mit innovativen Materialien verbindet, bildet ein optisches Bindeglied für die acht Gebäude, so dass ein harmonisches Gesamtbild entsteht. Das Sockelgeschoss dient außerdem als Tiefgarage.

Das neue Gebäude ist auf einer Grundstücksgröße von 1040 m2 mit einer Nutzfläche von 3500 m2 erbaut und orientiert sich formal an gestapelten Transportcontainern. Wie die modernen Containerbrücken der Umgebung schiebt es sich über die Wasserkante hinaus. Die rötlichen Stahlkonstruktionen an beiden Seiten des Gebäudes erinnern an einen Van Carrier, der im Hafen zum Containertransport genutzt wird. Die Büroeinheiten im Innern sind flexibel aufteilbar und ermöglichen so ein anpassungsfähiges Nutzungskonzept. Auf dem Dach ist die Technikzentrale angeordnet. Die Büroräume bieten einen wunderbaren Blick auf den Hafen.

Das äußere Erscheinungsbild der Fassade wird geprägt durch die horizontale Gliederung der Pfosten-Riegelfassade der Geschosse 2-8. Um den Eindruck der „gestapelten“ Container zu verdeutlichen, werden optisch immer zwei Geschosse zu einem „Container“ zusammengefasst. Jede zweite Geschossdecke wird durch ein mehrfach gekantetes Aluminiumblech in U-Form betont. Die tragenden Stahlverbundträger der Betondecken durchstoßen an dieser Stelle die Fassadenebene und lagern in einem Raster von drei Metern am Außentragwerk auf.

Für die vollflächige Verglasung wurde das Sonnenschutzisolierglas INFRASTOP® Brillant 50/25 gewählt, das bei einer Lichtdurchlässigkeit von 50% eine Gesamtenergiedurchlässigkeit von 25% aufweist.

 

Objekt – Daten

Bauherr:
_ Hafencity Sandtorkai 60 GmbH & Co.KG, Hamburg

Projektentwicklung:
_ Aug.Prien Immobilien, Hamburg

Architekt:
_ BRT Architekten, Bothe Richter Teherani, Hamburg

Statik:
_ Wetzel & von Seht, Hamburg

Fassadenbauer:
_ Nobiskrug GmbH, Rendsburg
_ Kühn Metallbau Schwerin GmbH, Schwerin

Profilhersteller Fassade:
_ Schüco International KG

Verglasung:
_ Linther Glas, Kölling Glas GmbH & Co.KG

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Wie eine moderne Containerbrücke schiebt sich das Bürohochhaus über die Wasserkante hinaus. Die rötlichen Stahlkonstruktionen an beiden Seiten des Gebäudes erinnern an einen Containertransporter.

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Die horizontal gegliederte Pfosten-Riegelfassade der Geschosse 2 bis 8 prägt das äußere Erscheinungsbild.

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Moderne Architektur im Container-Look: Die Europazentrale der chinesischen Großreederei präsentiert sich funktional und eigenständig.