Flughafen München, Terminal 2, München

Offenheit und Transparenz für die Airport City.

Nach nur vier Jahren Planungs- und Bauzeit wurde im Juni 2003 das neue Terminal 2 am Flughafen München in Betrieb genommen. Architekten und Bauherren bezeichnen es als großen Schritt vom „Flughafen in der Landschaft“ zur „Stadtlandschaft Flughafen“, der Airport City. Zu den übergeordneten Gestaltungsideen der Airport City gehören mehr denn je Offenheit und Transparenz sowie der Einsatz heller, puristischer Gestaltungselemente und großflächige Verglasungen.

Das Terminal 2 ist eine Erweiterung der Münchener Flughafenanlage in östlicher Richtung. Angrenzend an das Forum des Munich Airport Centers (MAC) entstand mit der neuen Terminalhalle ein weiterer Höhepunkt der Flughafenanlage. Terminal 2 ist auf die Anforderungen des so genannten „Hubverkehrs“ der Lufthansa und ihrer Partnergesellschaften zugeschnitten. In diesem Segment sind die Umsteigezeiten ein wesentliches Wettbewerbsargument, welche durch bauliche und logistische Maßnahmen hier auf hervorragende 30 Minuten gesenkt wurden.

Die 30 Meter hohe zentrale Halle beherbergt die gesamte Infrastruktur der Passagierabfertigung –Ticketschalter und Check-In Schalter, dazu Sicherheitsschleusen und den zentralen Informationspunkt sowie attraktive Dienstleistungs- und Gastronomiebereiche. Passagiere erleben die Terminalhalle aufgrund ihrer Großzügigkeit, Transparenz und klar strukturierten Raumaufteilung als einen offenen, lichtdurchfluteten Raum. Gleichsam den Transportweg weisend, reflektieren die sieben gläsernen Schiffe des Daches den Passierfluss in Richtung auf den im Osten angrenzenden Pier. Der Pier mit seinen Fluggastbrücken und die Verwaltung vervollständigen das neue Terminal 2 und verleihen dem gesamten Flughafengrundriss mit dem Terminal 1 das Erscheinungsbild eines großen „H“.

Den komplexen logistischen Funktionen entsprechend war es ein wesentliches Gestaltungsziel, dem Passagier hier eine größtmögliche Orientierung zu bieten. Bei den hell und homogen wirkenden Fassaden von Pier und Verwaltungsgebäude handelt es sich um Pfosten-Riegel-Konstruktionen in lang gestreckter horizontaler Gliederung. Alle Profile sind weiß beschichtet und nehmen damit das Farbkonzept der bestehenden Flughafenlandschaft auf.

Transparenz wird im Pier durch raumhohe Verglasungen erzielt. Rund 19.000 m² Glas – die vollständige Verglasungsfläche von Pier und Verwaltung – stammen aus dem Haus FLACHGLAS Wernberg GmbH. Die Funktions- Isoliergläser im Bereich des Sonnen- und Wärmeschutzes, INFRASTOP® Brillant 66/33 und THERMOPLUS® SN in den verschiedensten Aufbauten, repräsentieren nahezu das gesamte Spektrum moderner Glasanwendungen im anspruchsvollen Objektbau. Verbund-Sicherheitsgläser SIGLADUR® in den Vordachbereichen und eine breite Palette verschiedenster Glasanwendungen im Innenbereich lassen das neue Terminal zu einem gläsernen Erlebnis werden.

 

Objekt – Daten

 7-11  8-11
Schnitt durch das Terminal 2 in West-Ost-Richtung  Lageplan Terminal 1 und Terminal 2

 

Bauherr:
_ FM Terminal 2 Immobilien-Verwaltungsgesellschaft mbH, München, vertreten durch Flughafen München Baugesellschaft mbH, München

Nutzer:
_ Flughafen München GmbH, München
_ Deutsche Lufthansa AG, Frankfurt/Main

Architekten:
_ Koch + Partner Architekten und Stadtplaner, München

Glasproduzent/Glaslieferant:
_ Flachglas Wernberg GmbH, Wernberg

Verarbeiter/Metallbau:
_ Dobler Metallbau GmbH, München (Pier und Verwaltung)

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Von der Gepäcksortierhalle sieht man auf einen Teil der 24 Fluggastbrücken vor dem Piergebäude.

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Großzügige, helle Warte- und Bewegungszonen erlauben Orientierung und Ausblick auf Vorfeld und Landseite.

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Nach nur vier Jahren Planungs- und Bauzeit wird das Terminal 2 in Betrieb genommen. Es wird exklusiv von der Lufthansa und ihren Allianzpartnern genutzt.

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Die Gangway-Finger sind zur Ostseite etagenhoch verglast, zur Westseite sorgen horizontal arrangierte Fensterbänder für Lichteinfall.

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Blick auf den Wartebereich im südlichen Hauptbauriegel: Die komplette Fassade ist mit Sonnenschutzglas verglast.