Musiktheater im Revier, Gelsenkirchen

Eine neue Haut für das Musiktheater im Revier.

Im Rahmen einer elfmonatigen Baumaßnahme wurde die in die Jahre gekommene Außenfassade des Musiktheaters komplett saniert. An der Stahl/Glas-Fassade des 1959 unter der Federführung des Architekten Werner Ruhnau erbauten imposanten Baukörpers hatte der Zahn der Zeit heftig genagt. Da der Theaterbau unter Denkmalschutz steht, durften keine baulichen Veränderungen vorgenommen werden. Alle neuen Bauteile sind exakt an die vorhandenen Abmessungen angepasst worden und lassen die architektonische Idee unverändert weiterleben.

Korrosionserscheinungen an der Stahlfassade, angelaufene Thermopane-Scheiben in weiten Bereichen, nicht mehr schließbare Fenster, Einfachverglasungen mit schlechten Wärmedämmwerten, asbesthaltige Materialien beim vorbeugenden Brandschutz: Die Liste für eine Komplettsanierung der Fassade war lang geworden. Die Hauptaufgabenstellung war dabei schnell definiert: Für die alternde Stahlfassade waren nach dem neuesten Stand der Technik thermisch getrennte Aluminiumprofile zu entwickeln, die die vorhandenen Konturen der Fassade wieder aufnahmen. Nach den Vorgaben des Fassadenplanungsbüros Wiethoff entwickelte der beauftragte Metallbauer eine große Anzahl an Sonderprofilen aus Aluminium. Besondere Herausforderung waren dabei die unterschiedlichen Fassadenausführungen am Theaterbau.

Die Entscheidung für ein modernes Sonnenschutz-Isolierglas mit hervorragenden energetischen Werten, speziell in der Südfassade war schnell gefällt. Denn der Denkmalschutz erlaubte keine baulichen Veränderungen wie beispielsweise einen außenliegenden Sonnenschutz. Eine weitere Anforderung kam noch hinzu: Das Glas sollte den Charakter des Hauses nicht verfälschen und in An-und Durchsicht nahezu neutral sein.

Nach einer Bemusterung in Originalgröße fiel die Entscheidung auf INFRASTOP® Brillant 66/33. Mit seiner Lichtdurchlässigkeit von 66 % lässt es viel Tageslicht ins Foyer, während der niedrige g-Wert von 36 % (beide Werte gem. DIN EN 410) für ein angenehmes Klima sorgt. Brillant ist auch der Farbton – von normalem Isolierglas kaum zu unterscheiden. In den Seitenfassaden wurden in den Brüstungsbereichen, dem originalgetreuen weißen Farbton entsprechend, DELOGCOLOR® Fassadenplatten auf Weißglas eingesetzt. Zusammen mit den erneuerten emaillierten weißen Blechen ist es gelungen, der Fassade auf technisch neuestem Stand ihr ursprüngliches Gesicht zu erhalten.

 

 

Objekt – Daten

Seitenansicht

7-28

Vertikalschnitt Schwingflügel (neu)

8-28

 

Vertikalschnitt Bestandsfassade (alt)

9-28

 

Baubegleitung:
_ Stadt Gelsenkirchen, Referat Hoch- und Tiefbau

Fassadenfachplanung:
_ IWA, Bauphysik und Fassadentechnik
_ Ingenieurbüro Wiethoff, Arnsberg

Metallbau:
_ Rupert App GmbH & Co, Leutkirch

Glaslieferung:
_ FLACHGLAS Wernberg GmbH, Wernberg-Köblitz
_ Flachglas Wesel GmbH

 

Objekt – Bericht

Das Musiktheater im Revier auf sechs Seiten.
Das Musiktheater im Revier war Thema in unserem GlasFokus 01/04. Hier können Sie den ausführlichen Objekt-Bericht bestellen oder downloaden.

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Gläsern öffnet sich auch abends die Südfassade zum angrenzenden Vorplatz.

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Die vom Bauhaus beflügelte Architektur wollte das Theater als Teil des städtischen Platzes verstehen. Dies gelang mit der gewaltigen Südfassade aus Stahl und Glas.

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Jeden Besucher lädt das Musiktheater im Revier ein, stehen zu bleiben, inne zu halten und ein Stück Baukunst oder Kunst am Bau intensiver zu betrachten.

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Im Musiktheater im Revier verschmelzen Architektur und Kunst. Ab jetzt auch die Kunst der perfekten Sanierung.

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Seitenfassade: In den Brüstungsbereichen der Seitenfassade korrespondieren DELOGCOLOR-Fassadenplatten aus Weißglas mit erneuerten weißen emailierten Blechen.