Neue Britische Botschaft, Berlin

Ausgewählte Einblicke – bewusste Akzente.

Die neue Britische Botschaft hat sich wieder auf ihrem historischen Grundstück an der Wilhelmstraße in Berlin ansiedeln können – einem Gebiet, das 30 Jahre durch die Mauer abgetrennt war. Städtebaulich hat man mit mehreren Maßnahmen das Ziel verfolgt, dem Bezirk seine elegante Repräsentanz des frühen 20. Jahrhunderts zurückzugeben, darunter der Wiederaufbau des Pariser Platzes und der westlichen Seite der Straße „Unter den Linden 23″.

Die Lage der Botschaft ließ die Form einer Blockbebauung mit Ausbildung von Innenhöfen im Blockinneren zu, ähnlich den früheren Höfen der Vorkriegspalais. Ein gemeinsamer Eingang für Fahrzeuge und Fußgänger führt in den Eingangshof und bereitet einen eleganten Zugang vor. Der Hof vermittelt atmosphärisch und kulturell zwischen der Stadt und der Botschaft. Bei zeremoniellen Anlässen werden wichtige Besucher in der Eingangshalle empfangen und die große Treppenanlage zur „Piano Nobile-Ebene“ heraufgeleitet. Vom Wintergarten, der durch kreisförmige Oberlichter mit Licht durchflutet wird, kann man durch großzügige Verglasungen den Eingangshof überblicken. Hier befindet sich das Zentrum der Botschaft. Konferenzraum und repräsentativer Essraum sind um den Wintergarten angeordnet.

Die Fassadengliederung zur Wilhelmstraße bildet ein Gleichgewicht zwischen geschlossenen Flächen und Fensteröffnungen, das Bezüge zu Schinkels Palais am Pariser Platz aufweist. Der Naturstein orientiert sich in Farbe und Oberflächenstruktur am Brandenburger Tor. Durchbrochen wird die Fassade durch eine breite Öffnung im Eingangsbereich, die die strenge Struktur aufbricht und dem Gebäude durch das Zusammenspiel farbiger geometrischer Formen ein unverwechselbares Profil verleiht.

Die Fensteröffnungen in der Naturstein-Loch-Fassade wurden mit einer Sonnenschutz/Schallschutz-Kombination aus INFRASTOP® Titan 65/38 und PHONSTOP® versehen. Verglasungen in sicherheitsempfindlichen Bereichen wurden mit durchschusshemmenden ALLSTOP® Panzergläsern in Pilkington Optiwhite Weißglasausführung ausgestattet.

Eine Botschaft ist ein repräsentatives und sicherheitsempfindliches Gebäude. Die Architekten haben die komplexe Aufgabenstellung, bestehend aus Anforderungen an städtebauliche und stilistische Integration, Sicherheit, flexible Nutzung und zeitgemäß lichte Architektur auf kluge Weise gelöst.

 

Objekt – Daten

Bauherr:
_ ARTEOS Grundstücksgesellschaft mbH & Co KG, Grünwald

Architekten:
_ Michael Wilford GmbH, Stuttgart

Verarbeiter/Metallbauer:
_ Konrad Lindhorst Metallbau GmbH. Berlin

Glasproduzent:
_ FLACHGLAS Wernberg GmbH, Wernberg-Köblitz

Glasgroßhändler:
_ Linther Glas, Linthe

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Fassadenansicht der neuen Britischen Botschaft Berlin: Im Eingangsbereich wird die symmetrische Struktur durch Verglasungen und farbige geometrische Formen aufgebrochen.

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Vollflächig verglaste Fassaden im Innenhofbereich sorgen für die Tageslichtführung in alle Ebenen und in unterschiedliche Funktionsbereiche der Botschaft.

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Die Fensteröffnungen zur stark befahrenen Wilhelmstraße wurden mit einem kombinierten Sonnenschutz/Schallschutz-Isolierglastyp verglast.