QVC Kommunikationszentrum, Bochum

Transparente Funktionswürfel mit hoher Innenraumqualität.

Bei dem QVC-Neubau am Standort Bochum wurden bauliche Ästhetik, Funktionalität und Wirtschaftlichkeit zu einem harmonischen Gesamtkonzept verbunden. Neben der energetisch optimierten und höchst lichtdurchlässigen Außenhülle verwandten die Architekten sehr viel Sorgfalt auf eine mitarbeiterfreundliche Innenraumgestaltung. Es entstand ein Kommunikationszentrum, das über die Branche hinaus konzeptionelle Maßstäbe setzt und seine kommunikative Funktion außen wie innen durch den umfassenden Einsatz von Funktionsgläsern zum Ausdruck bringt.

Bereits der Begriff Kommunikationszentrum signalisiert Multi-Funktionalität, hier steht er zugleich für den Anspruch auf professionelle Kundenansprache und Stimulanz der internen Kommunikation. Der neue Gebäudekomplex sollte in Konzept und Ausführung die Qualität des Unternehmens und seiner Produkte reflektieren, insbesondere im Hinblick auf die Arbeitsbedingungen der rund 600 Mitarbeiter. Funktionalität sollte im Einklang stehen mit Humanität, interne Kommunikation soll durch Transparenz und offene räumliche Strukturen gefördert werden. Zudem wollte man Maßstäbe setzten für neue Arbeitsplatzmodelle in einer in Deutschland noch jungen Handelssparte.

Dass unter den genannten Anforderungen kein expressiver Solitär entstand, sondern vielmehr ein Ensemble von Funktionswürfeln mit hoher Innenraumqualität, liegt zu gleichen Teilen an den kompakten Strukturvorgaben des Bauherrn und an den städtebaulichen Rahmenbedingungen, wie sie für den Standort – das Technologie-Quartier Bochum (TQ) – definiert wurden. So sind die konzeptionellen Besonderheiten des dreigeschossigen Kommunikationszentrums vor allem in den Innenraum verlagert, wohin auch der Blick des Betrachters durch die komplett verglaste Fassade geleitet wird.

Die Ganzglasfassade – eine Pfosten/Riegel-Konstruktion im doppelten Rastermaßvon 2,70 m x 2,70 m – sorgt für eine Tageslichtlenkung bis in den Gebäudekern hinein. Die Konstruktion wurde als umlaufende Verglasung realisiert, die in allen angrenzenden Arbeitsbereichen für gleiche Lichtverhältnisse sorgt. Auf jedem Geschoss reicht die Verglasung bis auf ca. 2,25 m Höhe, oberhalb sind Blindpaneele und Oberlichter eingesetzt. Eine horizontale Gliederung der transparenten Fassadenflächen erfolgt durch funktionale Elemente: Umlaufende Sonnenschutzeinrichtungen können zugleich als Reinigungsbalkone genutzt werden. Der Blendschutz ist durch verstellbare Textilstores im Innenbereich sowie außen durch vorgehängte, starre Blendschutzelemente gelöst.

Als Verglasung wählten die Architekten das Islolierglas INFRASTOP® Brillant 66/33 mit Sonnenschutz- und Wärmedämmfunktionen. Zur Erzielung der erforderlichen Absturzsicherung sind die Verglasungen zusätzlich mit innen liegenden Verbund-Sicherheitsgläsern kombiniert.

 

Objekt – Daten

Schnitt B-B

5-33

Südost-Ansicht

6-33

Blend- und Sonnenschutz/Fassadenraster

7-33

Bauherr:
_ QVC Deutschland GmbH, Düsseldorf

Architekten und Generalplaner:
_ Agiplan Integrale Bauplanung GmbH & Co. KG (aIB), Mülheim a. d. Ruhr

_ Generalunternehmer:
Walter Bau AG, Direktion West, Köln

Fassadenbau:
_ Geerds Metallbau, Groß Welzin

Glasproduzent:
_ Glaszentrum Berlin-Dresden GmbH

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Große Glasflächen und die vorgesetzten Sonnenschutz-Elemente prägen das Fassadenbild.

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Der vollflächige Einsatz von Sonnenschutz-Verglasungen bietet die vom Bauherrn geforderte kommunikative Transparenz bei einem optimalem Verhältnis von Lichtdurchlässigkeit zu Gesamtenergiedurchlässigkeit.

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Das Spiel mit horizontalen und vertikalen Gliederungselementen variiert die Symmetrie des Fassadenrasters.